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Das sollte bei einem Fertighaus beachtet werden
Das sollte bei einem Fertighaus beachtet werden

Fertighäuser liegen im Trend. – Mittlerweile entscheidet sich jeder 7. Bauherr für diese Alternative, die bei sorgfältiger Planung in vielen Fällen einen erheblichen Preisvorteil gegenüber der traditionellen Massivbauweise darstellt. Darüber hinaus haben sich die Qualitätsstandards bei solchen Häusern in den letzten Jahren enorm verbessert.

Beim Fertighaus werden die einzelnen Teile bereits vorgefertigt an die Baustelle geliefert und vor Ort montiert; auf diese Weise wird eine zusätzliche Zeitersparnis geschaffen. Doch damit das Bauvorhaben erfolgreich verläuft, sollten bestimmte Kriterien bedacht werden.

Angebotsvergleich – Kostenfallen vermeiden

Fertighäuser sind häufig sehr günstig zu haben; allerdings sollten Sie insbesondere bei unrealistischen Angeboten sehr sorgfältig auch die enthaltenen Leistungen überprüfen; häufig sind wichtige und kostenintensive Komponenten nicht enthalten. Dies gilt beispielsweise für die Fundamentplatte oder den Keller, die in vielen Fällen separat in Rechnung gestellt werden und einen erheblichen Kostenfaktor bedeuten. Darüber hinaus sind in den meisten Fällen die Kosten für die Hausanschlüsse nicht inkludiert, Zufahrten zum Haus nicht mit berücksichtigt. Sie sollten außerdem nachfragen, ob die Transportkosten der Einzelteile zum Haus, die Verpflegung und Unterbringung der Monteure oder der Baukran bereits im Preis enthalten sind.

Vorsicht bei besonders günstigen Angeboten

Wer die Leistungen im Vertrag sorgfältig überprüft und anschließend festgestellt hat, dass auch die oben aufgeführten Komponenten bereits enthalten sind, sollte die Qualität der Leistungen überprüfen. Sind beispielsweise Wandverkleidungen oder Bodenbeläge im Preis enthalten, handelt es sich mitunter um minderwertige Qualität; die Nachrüstung stellt dann einen erheblichen Kostenfaktor dar, der im Vorfeld nicht mit berücksichtigt wurde. Manchmal werden bei besonders günstigen Häusern auch ältere Fensterkonstruktionen verbaut oder besonders dünne Wände gezogen.

Qualität der Materialhersteller

Jedes Fertighausunternehmen arbeitet mit bestimmten Herstellern zusammen, die für die Lieferung der Einzelteile zuständig sind. Es hat sich bewährt, sich diese Unternehmen einmal genauer anzusehen. Insbesondere von unbekannten Unternehmen sind in diesem Zusammenhang diverse Referenzen einzuholen. Auf diese Weise können Sie sicher sein, dass ausschließlich qualitativ hochwertige Einzelteile verbaut werden.

Bauerfahrung ermitteln

Vor allem aber sollte das mit dem Bau des Fertighauses beauftragte Unternehmen die notwendigen Qualifikationen aufweisen. Seriöse Anbieter genießen auf dem Baumarkt einen besonders guten Ruf, verfügen in der Regel über langjährige Erfahrung und sind in der Regel zusätzlich Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Darüber hinaus geben Prüfzertifikate von unabhängigen Kontrollstellen Aufschluss über die Qualität des Bauunternehmens. Nicht zuletzt sollten auch eigene Erkundigungen eingeholt werden: Hat das beauftragte Unternehmen bereits erfolgreich Fertighäuser gebaut? Gab es bei einem Auftrag Reklamationen? Solche Erfahrungsberichte können sehr nützlich sein!

Schutz vor Zeitverzug und Konkurs

Wer ein Fertighaus in Auftrag geben möchte, sollte sich auch vor einem möglichen Konkurs des Unternehmens absichern. Es sollte deshalb bereits im Vorfeld geklärt werden, dass der Kaufpreis auch dann noch Gültigkeit besitzt, wenn das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät oder sogar der Konkurs droht. Darüber hinaus sollten Sie vereinbaren wie das Unternehmen mit einem plötzlichen Personalmangel oder Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung umgeht, die zu einer verzögerten Fertigstellung führen. Es hat sich in diesem Zusammenhang bewährt, in jedem Fall eine Festpreisgarantie zu vereinbaren.

Alternative Bausatzhaus – realistisch bleiben!

Immer mehr Fertighausunternehmen bieten zusätzlich die Alternative Bausatzhaus an. Bei dieser Variante eröffnet sich dem Bauherrn die Möglichkeit, durch gewisse Eigenleistungen beim Bau zusätzlich Kosten zu sparen. Allerdings sollten Sie sich solche Alternativen sorgfältig überlegen und vor allem die eigenen handwerklichen Fähigkeiten realistisch einschätzen; andernfalls kann sich ein derartiges Angebot im Nachhinein leicht als Kostenfalle erweisen.

Fazit

Die Entscheidung für den Bau eines Fertighauses sollte stets gut durchdacht werden, um Kostenfallen und Qualitätseinbußen zu vermeiden.

Checkliste für den Hausbau
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Energieeffizient sanieren mit dem Hauskonfigurator von effizienzhaus-online.de
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Immobilien

Checkliste für den Hausbau
Checkliste für den Hausbau

house-construction-1407499_1920Der Bau eines Hauses ist mit den verschiedensten Erledigungen verbunden. Es muss an viele Dinge gedacht werden, die in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten sind. Vergessene Unterlagen kosten wertvolle Zeit und ein Planungsfehler kann bis zum Scheitern des gesamten Projektes führen. Das Führen einer Checkliste für den Hausbau kann dem Bauherrn von der Finanzierung bis zum Umzug in das neue Heim bei der Planung unterstützen.

Die Planungsphase als erster Schritt zur eigenen Immobilie

Der Entschluss für den Bau eines Eigenheims steht fest. Nun ist es an der Zeit, die eigene finanzielle Situation zu überprüfen. Dazu ist es empfehlenswert, auch online zu recherchieren. 10 Praxistipps für günstiges Bauen beispielsweise gibt es hier.
Denken Sie daran, bereits zu diesem Zeitpunkt die geschätzten Nebenkosten der eigenen Immobilie als zusätzliche monatliche Belastung zu kalkulieren.

• Wie viel Eigenkapital ist vorhanden?
• Höhe der dauerhaft finanzierbaren monatlichen Rückzahlung

Auf Basis des errechneten maximalen Finanzierungsrahmens erfolgt die Einholung der Kreditangebote durch mehrere Banken. Liegt die Finanzierungszusage vor, sind die Auswahl des passenden Grundstücks und die Erarbeitung eines detaillierten Baukonzeptes die nächsten Schritte.

Die vom Architekten oder Bauträger erstellten Planungsunterlagen bilden die Basis für die Ermittlung der detaillierten Kosten. Den Abschluss der Planungsphase bilden die Unterschrift der Kreditverträge und das Einholen der Baugenehmigung.

Mit der Ausschreibung der Gewerke startet die Realisierungsphase

Arbeiten Sie mit einem Generalunternehmer zusammen, erledigt dieser die Ausschreibung der einzelnen Gewerke. Ist dies nicht der Fall, sind Sie als Bauherr für das Versenden der Ausschreibungen und die Prüfung der Angebote sowie die Auftragserteilung zuständig. Zeitgleich sollte der Abschluss der folgenden Versicherungen erfolgen.

• Bauherrenhaftpflicht
• Gebäudeversicherung inklusive Rohbauversicherung
• Meldung von Bauhelfern bei der Berufsgenossenschaft

Die folgenden Arbeitsschritte erfolgen während der Wartezeit auf die Baugenehmigung. Sobald diese erteilt wurde, beginnt mit der Einrichtung der Baustelle die eigentliche Realisierungsphase.

• Zu- und Abfahrten einrichten
• Einmessen der Baugrube
• Organisation der Wasser- und Stromversorgung
• Sicherung der Baustelle durch Baustellenzäune und Beschilderungen
• Vorkehrungen, um Straßenverschmutzungen zeitnah zu beseitigen
• Kontrolle, ob Bauleiter den Baubeginn der Baubehörde gemeldet hat.

Von Qualitätskontrolle bis Hausübergabe

Mit dem Start der Baumaßnahmen beginnt die terminliche Organisation der einzelnen Gewerke. Gleichzeitig erfolgt eine kontinuierliche Qualitätskontrolle der durchgeführten Arbeiten. Im Bautagebuch erfolgt die Dokumentation aller Arbeiten und eventueller Mängel.

Die Lieferscheine und Rechnungen werden regelmäßig vor Zahlungsfreigabe kontrolliert. Parallel erfolgt der kontinuierliche Abgleich der bisher angefallenen Kosten mit dem Kostenrahmen. Verhältnismäßig früh wird das Material für Innenausbau und Innenausstattung bestellt. Dies gewährleistet im Falle längerer Lieferzeiten die termingerechte Anlieferung.

Bei Mängeln während der Bauphase und bei der Hausübergabe sollte geschehen:

• Sofortige Meldung von Baumängeln und Kontrolle der Behebung
• Schriftliche Abnahmeprotokolle erstellen; bei Mängeln Einschluss eines Zahlungsvorbehaltes
• Termine zur Mängelbehebung schriftlich vereinbaren
• Auf Einbehaltung von Sicherheitsleistungen bestehen

Nach der Übergabe des mängelfreien Hauses bleibt nur mehr die Fertigstellungs-Meldung an die Baubehörde und die Bauabnahme einschließlich der Vermessungsarbeiten durch das Katasteramt. Dann ist es geschafft und das neue Heim kann eingerichtet und bezogen werden.

Pflegeimmobilien als Kapitalanlage
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